Frühes aufstehen – für manchen eine Qual aber eigentlich gar nicht so schlecht. Auch wenn es erst mal schwer fällt, hat es viele Vorteile, zu den Frühaufstehern zu gehören…

Guten Morgen!
Wenn mir während der Schulzeit jemand gesagt hätte, dass ich mal freiwillig um 5.30 Uhr aufstehe, dann hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt. Wie vermutlich jeder Teenager auf dem Land musste ich früh aufstehen, um meinen Schulweg zu bestreiten und pünktlich um halb 8 in der Schule zu sein.
Während des Abiturs hatte ich sogar einen Schulweg von 45 min. und musste somit um 5 Uhr raus, damit ich es auch noch schaffte, in Ruhe zu Frühstücken. Zusammen mit den recht späten Schlafenszeiten war ich eigentlich dauermüde und froh, am Wochenende meinen Schlaf aufholen zu können.

Inzwischen studiere ich und kann mir meinen Tag relativ frei einteilen. Die Veranstaltungen in meinem Studiengang fangen meistens erst ab Mittag an und trotzdem stehe ich freiwillig zeitig auf. Warum ich das mache und welche Vorteile frühes Aufstehen hat, will ich dir heute zeigen.

Früh aufstehen hat viele Vorteile

Es gibt ein paar offensichtliche und ein paar wenige offensichtlich Vorteile, die man als Frühaufsteher genießt.

Zusätzliche Zeit & die Ruhe genießen

Ganz klar auf der Hand liegt natürlich die zusätzliche Zeit die man hat, wenn man 2 – 3 Stunden bevor man aus dem Haus muss aufsteht.Man kann entspannt in den tag starten und muss sich nicht im Eiltempo fertig machen und sein Frühstück hinunterschlingen.

Früh am Morgen (von 5-7 Uhr) ist es noch sehr ruhig, es gibt kaum Straßenlärm und keine nervigen Anrufe oder Whatsapp-Nachichten. Gerade wenn man viel zu tun hat, kann die Zeit am Morgen richtig wertvoll sein, denn man hat die Möglichkeit ganz ungestört einige wichtige Aufgaben abzuarbeiten. Wie motivierend es ist, wenn man schon morgens die wichtigsten Sachen abgearbeitet hat, brauche ich nicht betonen oder?

Auch zum Lesen eignet sich der Morgen wunderbar, denn noch ist der Kopf frisch und man kann sich gut konzentieren. Meditationsübungen oder ein gutes Buch eigene sich auch wunderbar, um den Tag entspannt zu starten. Mit der zusätzlichen Zeit kann mal also einigen anstellen und sich auch direkt am Morgen etwas Zeit für sich selbst nehmen.

Sport & genügend Zeit für sich

Ich nutze den Morgen immer dazu, mir selbst etwas gutes zu tun. An 5 Tagen in der Woche mach ich schon morgens meine Sporteinheit für den Tag, meistens für 20-30 Minuten. Das kann ein HIIT, ein bisschen Yoga oder Eigengewichtsübungen sein. Zwei mal in der Woche gehen ich auch morgens Laufen.
Wichtig dabei ist immer die frische Luft, denn sie versorgt den Körper schon morgens mit einer großen Portion Sauerstoff und macht ordentlich wach. Deshalb solltest du morgens immer bei offenem Fenster Sport machen oder direkt raus gehen :-)

Es ist außerdem wissenschaftlich erwiesen, dass Sport am Morgen die Gedächnisleistung für den restlichen Tag maßgeblich erhöht. Das habe ich auch an mir selber beobachten können. Wenn ich morgens ausgiebig Sport gemacht habe, kann ich mich deutlich besser konzentieren, bin motivierter und prokrastiniere deutlich weniger. Einen Versuch ist es also definitiv wert ;-)

Nach dem Workout hab ich Zeit mir ein gesundes Frühstück zuzubereiten, meine Wohnung ein bisschen aufzuräumen und mich auf die wichtigste Aufgabe des Tages vorzubereiten. Außerdem nehm ich mir die Zeit für meine kleine Gesichtspflegeroutine und dafür, mich für den Tag fertig zu machen. Danach bin ich immer gut gelaunt und das ist doch definitiv ein Grund für das frühe Aufstehen, denn wer will schon als Morgenmuffel in den Tag starten?

Ein gesundes Frühstück

Wie wichtig das Frühstück ist, habe ich dir hier bereits beschrieben und dir super leckere Ideen für ein gesundes Frühstück vorgestellt. Wenn man sich zeitig aus den Federn schält, kann man sich ein leckeres Frühstück zubereiten und es in Ruhe genießen. Zusammen mit deinem Kaffee, Tee oder Saft legst du damit die Grundlage für deinen Tag. Wer gesund frühstückt, isst außerdem auch zu den folgenden Mahlzeiten gesünder ;-)

Hobbys und Zeit mit der Familie

Gerade dann, wenn man mal wieder viel zu tun hat, kann man den Morgen wunderbar nutzen und Aufgaben nachgehen, die eher ungeliebt sind. Beispielsweise der Abwasch, der Wohnungsputz oder auch Pflichtaufgaben für die Uni oder Schule. Wenn man diese Aufgaben schon morgens erledigt hat, bleibt einem am Ende des Tages deutlich mehr Zeit für Freunde, die Familie oder sein Hobby.

Und zu guter Letzt für alle, die selbstständig sind oder studieren: Wer zeitig anfängt, der hat auch früher Feierabend ;) (oder schafft mehr, ja nachem wie viel man arbeiten muss/möchte)

Ich hoffe ich konnte dir einige Gründe für das frühe Aufstehen näherbringen und ich freue mich, wenn du es mal ausprobierst.

Die Sache mit den Lerchen & Eulen

Mir ist auch durchaus bewusst, dass es die Theorie von Lerchen und Eulen gibt. Laut dieser gibt es Menschen, deren Biorhytmus automatisch spätes oder frühes Aufstehen vorgibt. Vom Prinzip her kann das schon sein und wenn du dich wirklich krank fühlst, wenn du schon um 5 Uhr aus den Ferdern kriechst, obwohl du genug geschlafen hast (7-8h), dann solltest du es vielleicht lassen.
Die meisten Menschen zählen allerdings nicht zu den Eulen oder auch Lerchen, oft sind wir eher „Mischformen“. Ich würde sagen, nur dann wenn du ab 19 Uhr Abends zur Höchstform aufläufst und hochkonzentiert arbeiten kannst (und das nicht nur, weil du Zeitdruck hast), könnte es sein, dass du eine Eule bist.
Der Großteil von uns ist allerdings am Abend eher „faul“ und macht freiwillig nicht produktives mehr, wenn es nicht sein muss, oder?
Empirische Studien haben außerdem gezeigt, dass die meisten Menschen Vormittags zu „Höchstleistungen“ auflaufen d.h. sich am besten konzentrieren können. Dieses produktive Hoch willst du sicherlich auch für dich nutzen :-)

Natürlich ist es wichtig, dass du genug schläfst und dich dementsprechend zeitiger Schlafen legst. Nach ein paar Tagen solltest du aber am Abend von ganz allein müde sein. Ich würde dir empfehlen, dir ein schönes Morgenritual zu überlegen und dann mindestens 30 Tage lang jeden Morgen zeitig aufzustehen. Erst nach dieser Zeit kannst du eine wirkliche Aussage treffen, denn dein Körper benötigt natürlich auch Zeit, um sich umzugewöhnen.

Mit welchen Tipps und Tricks es dir leichter fällt, morgens aus dem Bett zu kommen, findest du dann in Teil 2 dieses Beitrags. Er befindet sich derzeit noch in der Bearbeitung, wird aber nach der Fertigstellung hier verlinkt :-)

Ich freu mich, wenn dir der Beitrag gefallen hat. Scheib mir doch gerne deine Meinung dazu in die Kommentare. Bist du ein Frühaufsteher oder hast du die Vorteile noch nicht ausprobiert?

Liebe Grüße
Miss Flauschig