Heute gibt den Teil 2 zum Thema „früh aufstehen“ – Tipps damit das zeitige Aufstehen leichter gelingt. :-)

Wie im letzte Beitrag schon erwähnt, hat frühes Aufstehen einige Vorteile, wenn man es denn schafft. Deshalb dachte ich, ich teile mal die Tipps mit dir, die mir geholfen haben, ein Frühaufsteher zu werden.

Zuerst hätten wir da die klassischen Tipps:

  • stelle den Wecker weiter vom Bett weg, damit du aufstehen musst, um ihn auszuschalten. Funktioniert meiner Meinung nach ganz gut, denn wenn du eh schon aus dem warmen Bett gekrochen bist, kannst du auch gleich ins Bad gehen. Außerdem umgehst du die „Schlummertaste“ damit ganz galant. WICHTIG! Leg dich nicht wieder ins Bett, die Gefahr, wieder einzuschlafen ist viel zu hoch ;-)
  • Trinke nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser, das versorgt deinen Körper mit Flüssigkeit und macht wach. Wahlweise kannst du auch Wasser mit Zitrone oder Ingwer darn trinken :-)
  • sorge für eine niedrige Raumtemperatur, dadurch wird dein Schlaf verbessert. 18 – 22 °C sind optimal
  • Lüfte dein Schlafzimmer vor dem Zubettgehen – dadurch befindet sich die Nacht über genug Sauerstoff in der Luft und du schläfst tiefer und erholsamer
  • trinke später am tag kein Koffein mehr, wenn du darauf sensibel reagierst
  • Außderdem natürlich wichtig: sorge dafür, dass du genügend Schlaf bekommst – 7 Stunden sollten mindestens drin sein damit du am nächsten Morgen auch fit bist ;)

Das sind die Tipps, die man überall findet und die auch eine gute Grundlage bilden. Zusätzlich dazu habe ich noch ein paar Tipps, mit denen ich es tatsächlich geschafft habe, zum Frühaufsteher zu werden :-)

Ein radikaler Bruch

Der wohl häufigste Tipp ist, dass man seine Aufstehzeit jeden Tag um 5 bis 15 min. verschieben soll, bis man seine gewünschte Aufstehzeit erreicht hat. Dadruch soll es einem leichter fallen, entspannt aufzustehen. Mir hat das allerdings nicht wirklich was geholfen, die einzige Folge war, dass ich Abends noch nicht müde genug war um rechtzeitig ins Bett zu gehen, mein Körper konnte sich nicht so gut umgewöhnen. Dadurch habe ich insgesamt viel weniger Schlaf bekommen – nicht gut.

Ein radikaler Bruch hat bei mir viel besser funktioniert. Ich habe den Wecker zwar auch in 2 Schritten umgestellt, aber am Anfang schon grundsätzlich auf um 6 und nach einer Weile noch mal um eine halbe Stunde früher. Der Vorteil von so eienr radikalen Umstellung ist ganz klar die Müdigkeit. Wenn man morgens eher später aufsteht, geht man dementsprechend auch später ins Bett. Der Körper ist so daran gewöhnt, dass er nicht plötzlich zeitiger einschlafen kann. Wenn man sich dann also ein mal deutlich früher aus dem Bett schält, ist man am darauffolgenden Abend so müde, dass man ohne Probleme zeitig ins Bett wandert und in einen tiefen Schlaf fällt. Dann muss man nur noch dranbleiben und das mindestens 30 Tage (so lange braucht dein Kopf und dein Körper mindestens, um eine neue Gewohnheit zu verankern). Das heißt auch am Wochenende zeitig raus und immer zu entsprechender Zeit ins Bett, damit du genügend Schlaf bekommst.

PRO-TIPP: Wenn du nach einer Woche immer noch wie ein Zombie aufstehst obwohl du die Nacht genügend Stunden schläfst, dann experimentiere mal mit deiner Aufstehzeit. Wir schlafen in 90 min. Zyklen, das heißt es kann sein, dass du dich dann, wenn du aufstehen möchtest, gerade noch (oder schon wieder) in einer Tiefschlafphase befindest – das macht das Aufwachen deutlich schwerer und unangenehm.

Stell dir den Wecker also ruhig noch eine halbe Stunde früher oder später – probier dich da einfach aus. Ich hätte es Anfangs auch nicht gedacht, aber ich komme viel besser aus dem Bett, wenn ich 5.30 Uhr aufstehe und nicht „erst“ um 6 Uhr. (alternativ kannst du natürlich auch probieren später oder zeitiger schlafen zu gehen.

Früh aufstehen – Routine

Wie bereits erwähnt braucht der Körper und der Geist etwas Zeit, um sich umzugewöhnen. Deshalb ist es wichtig anfangs IMMER zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und morgens wieder aufzustehen. Außerdem ist es sinnvoll, sich eine kleine Abendroutine zu überlegen, damit du deinem Körper und Geist signalisierst, dass es nun bald ins Bett geht und du entspannen kannst. Das kann ein warmer Tee vor dem Schlafengehen, ein bisschen Lesen oder auch eine kleine Pflegeroutine mit anschließendem Zähneputzen sein.

Keep it simple

Nimm dir am Anfang nicht zu viel vor. Wenn du er tatsächlich mehrere Tage hintereinander schaffst, zeitig aufzustehen, dann ist das total super – du musst morgens nicht gleich noch einen Halbmaraton laufen…

Am Anfang neigt man dazu, sich gleich morgens zu viel vorzunehmen, man will die zusätzliche Zeit ja schließlich auch nutzen. Das führt dann unweigerlich wieder zu Stress am Morgen und den sollte man meiner Meinung nach tunlichste vermeiden. Also such dir ein bis zwei kleiner Sachen raus, die du morgens machst, bevor dein eigentlicher Arbeitstag beginnt und nutze die restliche Zeit nur für dich.

Ich stehe beispielsweise um 5.30 Uhr auf und mein „Arbeitstag“ beginnt um 8 Uhr von meinem Schreibtisch aus. Ich erledige morgens allerhöchstens meine Mails, Kommentare auf YT, wasche ab oder putze die Wohnung – super einfache Aufgaben ohne viel Tamtam. Die restliche Zeit gehört mir allein.

Sport

Ich würde Lügen, wenn ich dir sagen würde, dass es mir von Anfang an super leicht gefallen ist, morgens Sport zu machen…

Dennoch ist es eine super Sache und besser als jeder Kaffee. Ich kann sehr gut auf nüchternen Magen Trainieren, wenn das bei dir nicht so gut funktioniert, dann trink einfach ein Glas Saft :-)

Ich würde dir empfehlen, dir morgens nach dem Zähneputzen direkt die Sportkleidung anzuziehen. Danach ein Glas Wasser und ab nach draußen. Früh ist die Luft noch so herrlich klar und kühl und das wirkt sich positiv auf deinen Körper aus :-) Dadurch, dass dein Puls in die Höhe geht und du viel frische Luft abbekommst, wirst du so richtig wach – versprochen.

Laufen ist meiner Meinung nach in den ersten 30 Tagen am besten geeignet – egal ob du dir eine kleine Runde zum Joggen aussuchst oder einfach nur spazieren gehst – eine Sporteinheit von 15 – 30 min. sollte morgens schon drin sein. Yoga und Kraftübungen auf einer Yogamatte würde ich dir für den Anfang nicht empfehlen, da es leicht passieren kann, dass man doch noch mal ein kleines Nickerchen auf der Yogamatte macht ;-)

Wenn du es dann aber gewöhnt bist, früh aufzustehen, dann kannst du auch mit anderen Sportarten, ausprobieren. Ich mache momentan abwechselnd HIT´s und gehen Joggen. Jeweils immer so 20 – 30 min. WICHTIG! Solltest du morgens drinnen Sport machen, dann vergiss nicht, dein Fenster zu öffnen, damit du trotzdem genügend Sauerstoff bekommst :-)

Eine kleine Liste …

… mit Dingen, auf die du dich am nächsten Tag freust :-) Überleg dir am Abend, was du am nächsten Tag vorhast und warum es sich lohnt, dafür früh aufzustehen. Diese Dinge schreibst du dir auf einen Zettel und bringst ihn gut sichtbar in der Wohnung an (z.B. Badezimmerspiegel) Das motiviert dich am nächsten Morgen garantiert, wenn dein Blick darauf fällt.

Wenn du auf To-Do-Listen und das „abhaken“ von Aufgaben stehst, dann kannst du dir auch eine kleine To-Do-Liste schreiben mit Dingen, die du in deiner Morgenroutine intergriert hast. So kannst du schon morgens einige Häckchen setzen ;-) (darauf stehe kann beispielsweise: Gesichtspflege, Zähneputzen, Socken anziehen, Sporteinheit absolvieren, Frühstücken, …)

Ein fester Ablauf

Eine feste Morgenroutine macht das Aufstehen um einiges leichter, denn für alles, was automatisch Abläuft, brauchst du keine Willenskraft mehr. Also überleg dir eine schöne Morgenroutine und fange diese am besten zusammen mit dem frühen Aufstehen an und in einem Monat bist du ein neuer Mensch ;-)

Das Frühstück …

… meine liebste Mahlzeit und definitiv wichtig, um energiegeladen durch den Tag zu gehen. Das Frühstück ist die Grundlage für dein restliches Esseverhalten am Tag also ist es unheimlich wichtig, dass du dir dafür Zeit nimmst.

Der Ausblick auf ein leckeres Frühstück ist außerdem definitiv ein Grund motiviert aus dem Bett zu springen. Ich frühstücke keinesfalls direkt nach dem Aufwachen, da hab ich nämlich meist noch keinen Hunger. Frühstück gibt´s bei mir erst ca. um 7 Uhr, wenn ich richtig Hunger und Lust drauf habe. Natürlich nehme ich mir die Zeit und schneide frisches Obst und mische mein Müsli selbst zusammen und das solltest du auch tun. Wenn du deinen Körper gleich Morgens mit genügend Nährstoffen und Flüssigkeit versorgst, dann bist du den Tag über deutlich fitter und konzentierter. Außerdem trägt ein leckeres und ausgewogenens Frühstück definitiv dazu bei, dass du morgens besser aus dem Bett kommst, denn du hast etwas, worauf du dich freuen kannst :-)

Das waren jetzt die Tipps, die mir wirklich geholfen haben, früher auszustehen. Vielleicht probierst du ja die ein oder andere Sache mal aus :-) Wenn ja, dann berichte gerne in den Kommentaren, was bei dir funktioniert :-)

Im Teil 3 werde ich dir meine Morgenroutine vorstellen :-)

Bis dahin wünsch ich dir einen schönen Tag.

Liebe Grüße

Miss Flauschig <3

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